Die gesamte Wirtschaftswelt ist im Umbruch begriffen. Waren früher nur relativ wenige, multinationale Konzerne global engagiert und mussten ihre kommunikative Infrastruktur aufbauen, sind heute auch mittelständische Firmen vom weltweiten Markt und den Umsätzen im Ausland abhängig. Das bringt natürlich auch den IT Markt zum Boomen. Die Schwellenländer dringen mit riesigen Schritten auf den Weltmarkt; alle dort ansässigen Unternehmen sind auf ihre IT Netzwerke angewiesen, um mit dem Rest der Welt in Kontakt zu treten. Auch hierdurch tut sich ein riesiger, noch weitgehend unerschlossener Markt für IT Dienstleistungen und Anbieter auf.
Was jedoch bedeutet das für die Branche der IT Dienstleister konkret? Zum einen umfassen IT Dienstleistungen heute ein wesentlich umfangreicheres Aufgabenfeld als noch vor einigen Jahren. Damit wird von jedem in der IT Branche Arbeitenden verlangt, dass er oder sie sich konstant weiterbildet und sich ständig über neue Entwicklungen auf dem Markt auf dem Laufenden hält. Obwohl kein IT Profi ständig neue Programmiersprachen lernen, alle Softwareprogramme kennen und mit sämtlicher Hardware vertraut sein kann, muss er doch bereit sein, sich über vorhandene Systeme und ihr Potenzial zu informieren und bei Bedarf umzusatteln. Natürlich kann der IT Dienstleister auch den umgekehrten Weg wählen und seine IT Dienstleistungen nur aus einem sehr eingegrenzten, dafür aber hochkomplexen und spezialisierten Fachbereich wählen – seien das nun die Architektur, das Management und das Monitoring ganz bestimmter Netzwerk-Systeme, oder das Konfektionieren von Open Source Software oder die Integration bestimmter Hardware Komponenten in eine Serverlandschaft.
Auch bei einer solchen Spezialisierung darf das Problem der Überkapazitäten nicht außer acht gelassen werden. Denn durch den globalen Markt an IT Fachkräften, der sich praktisch jeden Tag vergrößert, ist auch die Konkurrenz unter den spezialisierten IT Fachkräften groß. Dies führt dazu, dass die Honorare für IT Dienstleister nicht mehr auf dem früheren Niveau liegen. Es kann nicht schaden, sich in dieser Hinsicht konstant auf dem Markt umzuhören und sich Transparenz hinsichtlich der Angebote und Kosten zu verschaffen – von Arbeit- oder Auftraggeberseite wie von Dienstleisterseite. Dann erlebt man auch nicht die böse Überraschung, dass die Konkurrenz oft aus Richtungen kommt, wo man sie nicht vermutet hätte.